Schönwald Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Schönwald

Das Dorf zwischen Furtwangen und Triberg trägt seinen Namen zu Recht: Schönwald auf einer Hochebene gelegen und bei Erholungssuchenden wegen der reinen Luft beliebt, präsentiert sich auf einer weiten Lichtung, umrahmt von bewaldeten Bergen.

Hier entspringt übrigens auch der Triberger Wasserfall. Wer auf der B500 durch das Urlaubsdorf fährt, sollte sich vom schlichten Schmuck der Hauptstraße nicht ablenken lassen. Schönwald hat wahre Schätze zu bieten.

Ein Stopp oder gar ein Urlaub lohnen sich. Abseits der Durchgangsstraße präsentieren sich Schwarzwaldhäuser im schmucken Stil, Cafés, ein großzügig konzipierter Kurpark sowie ein solarbeheiztes Freibad, wo Gedränge noch ein Fremdwort ist.

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Wer es nicht weiß, läuft achtlos an dem kleinen Holzhäuschen vorbei, das zwischen Bäumen versteckt im Baslertal steht. Das Häuschen gehört zum Hofgut Höfle und dient wohl heute noch als Werkstatt. Eine Tafel im Giebel erinnert an ein Ereignis, das dort stattgefunden haben soll: „Hier baute Uhrmacher Ketterer 1738 die 1. Kuckucksuhr“. Wer sich in der Geschichte der Schwarzwalduhr auskennt, für den ist die Tatsache, dass Franz Ketterer aus Schönwald die Kuckucksuhr „erfand“, nichts Neues. Historisch korrekt ist es sicher, von Ketterer als einem der Stammväter der Schwarzwälder Uhrmacherei zu sprechen. Ketterer lebte auf dem „Höfle“, dem Hofgut im Baslertal, von 1736 bis 1748.

Skilift Dobel in Schönwald. Der Dobel-Lift, direkt am Ortsrand von Schönwald und mit Flutlicht, hat eine Länge von 400 m und bietet für die kleinen und großen Wintersportler Fun & Action. Sowohl die alpinen Skifahrer als auch die Snowboarder kommen voll auf ihre Kosten. Eine Snowboard-Halfpipe sorgt für den nötigen Kick, eine DSV Skischule hilft bei den ersten Versuchen. Die Ausrüstung kann man vor Ort in einem Sportgeschäft (ca. 150 m vom Lift entfernt) ausleihen.

Was man von ihm weiß, ist im Heimatbuch „Schönwald in Vergangenheit und Gegenwart“ von Richard Dorer zu lesen. Er gab das Buch 1948 heraus. Fortgeführt und ergänzt wurde das Buch von Dr. Karl Opp, der es erneut 1986 herausbrachte.

Wiege der weltbekannten Kuckucksuhr liegt in Schönwald.

Beide Heimatbücher verweisen im Kapitel über die Uhrmacherei auf Adolf Kistner, der in seinem Werk „Die Schwarzwälder Uhr“ (Heimatblätter „Vom Bodensee zum Main“, Nre. 31, herausgegeben vom Landesverein Badische Heimat 1927) sowohl Franz Ketterer als auch den Drechsler Simon Dilger aus Schollach als die „eigentlichen Stammväter der Schwarzwälder Uhrmacherei“ bezeichnet.

Für die Schönwälder steht die Wiege der Kuckucksuhr in Schönwald. Diese Tatsache haben sie mit der Namensgebung ihrer Festhalle gewürdigt. Sie heißt „Franz-Ketterer-Halle“.

Ketterer war den Forschungen nach nicht aus Schönwald. Er wurde etwa 1676 geboren. 1715 heiratete er Anna Winterhalter aus Furtwangen, die Hebamme war, und bekam mit ihr neu Kinder. Man vermutet, dass er wohl aus Furtwangen kam. Er soll bis 1736 im Dörfle Nr. 6 (auf dem Grundstück des heutigen Gasthauses „Zum Falken“) bewohnt haben. Von dort zog er in Höfle.

Zur Familiengeschichte vermerkt das Schönwälder Heimatbuch (erweiterte Auflage): „Von seinen 9 Kindern trägt hier nur eines den Namen Ketterer weiter: nämlich das jüngste, ein Franz Anton. Geboren 1734 und gestorben 1807, ist er 1757 verheiratet mit Magdalene Duffner vom Rohrbacher Eckhof (Eckleo). Auch er ist „Uhrmacher“ genannt und wohnt zunächst dem Höfle im „Hierhüsle“.

Und hier bekommen die historischen Erhebungen einen Knick: Dieser Franz Anton ist mit Sicherheit auf dem „Höfle“ geboren, seine Eltern verließen den Hof aber schon 1748.

Zum Hofgut gehörte das „Hierhüsle“ oder auch Hühnerhaus. Geschrieben wurde auch, dass es eine Werkstatt hinter dem Haus gab. Zog dieser Sohn Ketterers nun wieder zurück auf diesen Hof, als er heiratete? Ist das heutige kleine Häuschen identisch mit der Werkstatt oder dem „Hühnerhaus“?

Außerdem entdeckte schon der Heimatforscher Richard Dorer, dass Adolf Kistner diesen Sohn fälschlicherweise als ersten Erbauer der Kuckucksuhr nannte. Chronologisch korrekt ist das aber der Vater, Franz Ketterer. Der Sohn des Uhrmachers Franz Anton Ketterer, Andreas Ketterer, setzte die Tradition des Uhrmacher-Handwerks in der Familie fort.

 

Ski-Spaß im Ferienland Schönwald. Strahlend blauer Himmel, glitzernder Schnee und zwei Bretter unter den Füßen. Die schönen Seiten des Winters auf sportliche Art genießen. Wer einmal den rasanten Pistenkick erlebt hat, möchte immer wieder auf den Berg und die weißen Schwarzwaldhänge hinuntergleiten – rasant, stilvoll oder einfach ganz gemächlich. Hier in Schönwald können Wintersportler aufatmen. Und das liegt nicht nur an der glasklaren, sauberen Luft. Durch sonnenverwöhnte Panorama-Landschaften und den tief verschneiten, stillen Winterwald gleiten. Im klassischen Stil oder auf der Skatingstrecke über Berg und Tal die märchenhafte Winterwunderwelt erkunden. Hier finden sich unzählige Gelegenheiten dazu. In der Region sind mehr als 200 präparierte Loipen-Kilometer; sie versprechen unbegrenzten Laufgenuss. Das Schöne an Schönwald – es hat für jeden etwas. Wen Skifahren oder Langlaufen kalt lässt, dem bieten die zahlreichen Rodelhänge lustige Schlittenpartien, glitzernde Eisplätze vergnügliches Schlittschuhlaufen oder traumhafte Landschaften eine romantische Pferdeschlittenfahrt. Das ist nicht nur für kleine Gäste ein großes Vergnügen.

Das Haus auf dem Höfle-Gut galt mit dem nachgewiesenen Baujahr 1509 als das älteste Schönwälder Bauernhaus. Es brannte 1947 nach einem Blitzschlag ab. Alte Fotos zeigen es mit einem kleinen Häuschen (dem „Hühnerhaus“?) dahinter. Der neue Hof wurde oberhalb des alten Standorts aufgebaut. Und das kleine Haus steht, wenn man diese alten Fotos als Grundlage nimmt, nun um 90 Grad gedreht mit dem Giebel nach Norden.


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