Donaueschingen Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten in Donaueschingen

Donaueschingen liegt mitten im Dreiländereck Schweiz, Frankreich und Deutschland. Donaueschingen blickt nicht nur durch die Geschichte des Fürstenbergischen Fürstenhauses auf eine lange Geschichte zurück. Erste Siedlungsspuren in der Baar und der Umgebung von Donaueschingen lassen sich schon in der Jungsteinzeit erkennen.

In seiner langen Geschichte wandelte sich Donaueschingen vom Bauerndorf über einen Residenzstatus, vom Beamtenstädtchen zu einem modern strukturierten Gemeinwesen und zu einer weithin bekannten Stadt. Mit rund 20.700 Einwohnern und einer Fläche von über 10 ha ist Donaueschingen die zweitgrößte Stadt im Landkreis Schwarzwald-Baar.

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Neben der ansässigen Industrie, zu der selbstverständlich auch die Fürstliche Fürstenbergische Privatbrauerei zählt, ist Donaueschingen ein beliebter Fremdenverkehrsort mit zahlreichen Hotels und Gaststätten.

Beleuchtete Donauquelle. Nach fast dreijährigen Sanierungsarbeiten kann die Donauquelle, das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Donaueschingen, wieder von Besuchern bestaunt werden. Die Quelle, als Geburtsort des zweitlängsten europäischen Flusses, wurde im Zuge der Neugestaltung des Residenzbereiches einer grundlegenden und technisch wie denkmalpflegerisch anspruchsvollen Sanierung unterzogen. Ein Aufzug ermöglicht nun einen bequemen und barrierefreien Zugang. Der Quelltopf erstrahlt mit seinen hochwertigen Bildhauerarbeiten in neuem Glanz und ist ganzjährig eine Reise wert. Die beleuchtete Donauquelle, die in den Wintermonaten bis 18 Uhr zugänglich ist, fasziniert mit einem ganz besonderen Charme. Lassen Sie sich vom Zauber der aufsteigenden Wasserbläschen begeistern, bevor sich das Quellwasser auf seine lange Reise ins Schwarze Meer begibt und hierbei die verschiedenen Kulturen Europas von West nach Ost auf eine einzigartige Art und Weise verbindet.

Ob zu Fuß, mit dem Rad, Auto oder sogar aus der Luft gibt es in und um Donaueschingen jede Menge zu entdecken. Zum Beispiel bei einem Bummel durch die historische Stadt mit ihren idyllischen Winkeln, den historischen Bauten, dem Wochenmarkt und natürlich dem Fürstenbergischen Schloss und seinen weitläufigen Parkanlagen.

Zwischen dem Schloß und der Stadtkirche liegt die Donauquelle, der Ursprung von Europas längstem Fluß. Gleich neben der Quelle lädt das Fürstlich Fürstenbergische Museum zum Studium der Kunst, Geschichte und Natur ein.

Zahlreiche Veranstaltungen im Laufe des Jahres machen Donaueschingen zu einem attraktiven Reiseziel.

Angefangen mit den Fasnet-Veranstaltungen im Januar und Februar, regionalen Festen wie dem Gregori-Fest, verschiedenen Märkten (Georgi-, Johanni-, Michaeli- und Martini-Markt) bis hin zu den Donaueschinger Musiktagen oder dem renommierten Internationalen Reitturnier CHI gibt es in der Residenzstadt viel zu erleben.

Donauquelle in Donaueschingen

Der Geograph Strabon berichtet im Zusammenhang mit dem Feldzug der beiden Stiefsöhne des römischen Kaisers Augustus im Jahre 15 v. Chr. in das Bodenseegebiet: Tiberius (er wurde später römischer Kaiser) sah „nach einer Tagesreise“ vom See aus gegen Norden „die Quellen der Donau“. Plinius der Ältere berichtet im 1. Jahrhundert n. Chr. in Bezug auf den Donauursprung von einer Quelle, die neben dem Flussbett gelegen ist. Diese Aussage entspricht auch noch den heutigen Gegebenheiten, dem Verhältnis der Donauquelle zur Brigach. In einer Urkunde wird die Donauquelle in Donaueschingen erstmals 1292 erwähnt.

Ein markantes Dokument hierzu liefert die Schedelsche Weltchronik von 1493. Hier heißt es: „Die Thonaw, der berümbtist fluß Europe entspringt auß dem Arnobischen berg bey anfang des schwarzwalds in einem Dorff Doneschingen genannt und fleußt vom nydergang gein dem orient…“

Weitere historische Daten zur Donauquelle in Donaueschingen finden sich im 15. und 16. Jahrhundert bei italienischen, französischen und spanischen Autoren. Auch der berühmte Kosmograph Sebastian Münster zeichnete 1538 die Donauquelle dort ein, wo sie heute ist: in Donaueschingen.

Ursprünglich floss die junge Donau von der Donauquelle aus am Schloss vorbei, etwa 2 km parallel zur Brigach und vereinigte sich dann mit Brigach und Breg zu einem einzigen Fluss. Als 1820 der Schlosshof umgestaltet wurde, ist der von der Quelle wegfließende Donaubach unterirdisch zur heutigen Austrittstelle an der Brigach geleitet worden.

Die heutige Gestalt erhielt die Donauquelle im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Quellfassung von 1875 wurde nach den Plänen von Adolf Weinbrenner gefertigt. Die Marmorgruppe des Künstlers Adolf Heer von 1896 stellt die „Mutter Baar“ dar, die ihrer „Tochter“ – der Donau – den 2.840 km weiten Weg zum Schwarzen Meer weist.

Der Donautempel im antikisierenden Stil über dem Ausfluss des Donaubaches in die Brigach wurde 1910 errichtet. Der Entwurf des „Tempelchens“ wurde von Kaiser Wilhelm II. gefertigt. Weil die Donauquelle tatsächlich etwas Besonderes ist, gibt es diesbezüglich auch Begehrlichkeiten anderen Orts. Die historische Betrachtung aller Urkunden spricht sich für Donaueschingen aus, obwohl der Donaubach nicht der längste Zufluss der Donau ist. Dieses ist die Breg, mit der Bregquelle in Furtwangen. Maßgebend ist jedoch – wie bei vielen Flüssen auf der Welt (Ganges u. Brahmaputra, Mississippi u. Missouri) – nicht immer der längste Zufluß, sondern die geschichtlich anerkannte Quelle des Flusses.


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