Bräunlingen Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten in Bräunlingen

Der Bereich um Bräunlingen war schon sehr früh besiedelt. Man stieß auf steinzeitliche Pfahlbauten sowie auf einen Grabhügel im Gewann Niederwiesen mit Funden aus der neolithischen bis zur frühmerowingischen Zeit. Ein alamannischer Adelssitz ist ebenfalls nachgewiesen.

Die Pfarrei Bräunlingen wurde durch Abt Waldo von Reichenau 799 gestiftet, während der Ortsname erstmals 802 urkundlich erwähnt ist. 1154 ist vom heutigen Stadtteil Mistelbrunn die Rede.

Bräunlingen wurde seit 1203 auf Initiative der Herzöge von Zähringen mit einer Ummauerung, Gräben, Wällen sowie vier Stadttoren versehen und 1305 erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet. Stützpunkt der Zähringer war die Kürnburg.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes spiegelte sich in der Verleihung des Marktrechts 1358 wider.

Eine zweite Stadtordnung regelte 1393 das Leben der Bräunlinger, die seit 1305 zum habsburgischen Herrschaftsbereich zählten. 1415 schied die Stadt für zehn Jahre aus dem vorderösterreichischen Verband aus und erhielt Privilegien und Freiheiten einer Reichsstadt, die 1430 durch Herzog Friedrich IV. von Österreich bestätigt wurden.

Feste & Aktivitäten. Zu den Höhepunkte während des Jahres zählen im Frühjahr die „Bräunlinger Fasnacht“ und im Herbst der „Internationale Schwarzwaldmarathon“ (2. Wochenende im Oktober) sowie die „Bräunlinger Kilbig“ (Kirchweih am 3. Wochenende im Oktober). Alle zwei Jahre wird Bräunlingen zum „Mekka der Straßenkunst“: Von überall her kommen Gaukler, Spaßmacher und Musikanten und verhängen den „Ausnahmezustand“ über Bräunlingen. Es ist das größte Straßenkunst-Festival im deutschen Südwesten.

Nachdem Bräunlingen 1444 in die Hand der Fürstenberger geriet, setzte ein Streit der Bürger mit dem Herrschaftshaus ein, der 1489 im Auszug der Bräunlinger nach Villingen eskalierte und sich bis 1631 hinzog. 1492 kam die Stadt wieder an Vorderösterreich.

Wie andere Orte der Region wurde auch Bräunlingen in die Wirren des Bauernkrieges involviert. Die Bürger stellten sich an die Seite der aufständischen Bauern und mussten nach der Niederlage die Waffen abliefern und den Treueeid schwören.

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Kriege, Belagerungen und verheerende Brände suchten die Stadt immer wieder heim. Der zu Eisenbach gehörende Ortsteil Oberbränd und der Bräunlinger Stadtteil Unterbränd wurde seit 1565 von Bräunlinger Bürgern ebenso besiedelt wie das seit 1446 entvölkerte Waldhausen. Eine dritte Stadtordnung erging 1576. Nachdem Bräunlingen kurze Zeit in württembergischen Besitz war, kam es 1806 an das Herzogtum Baden.

Wintersport. Auch der Wintersport kommt in der Zähringerstadt Bräunlingen und ihrer Ortsteile nicht zu kurz. Ausgedehnte und gut gespurte Langlauf-Loipen im Bereich der Kernstadt sowie Stadtteile laden zu abwechslungsreichen Skiwanderungen in unversehrter Natur ein.

Der Stadtteil Unterbränd mit dem Kirnbergsee, der Perle Bräunlingens, bietet Campingfreunden, Surfern und Anglern ideale Urlaubsmöglichkeiten. Der Kirnbergsee gilt als der wärmste Badesee des Schwarzwaldes. Die botanisch und geologisch reizvolle Gauchachschlucht, vom Stadtteil Döggingen aus leicht erreichbar, führt in die geologisch hoch interessante Wutachschlucht. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden – wie in anderen mittelalterlichen Städten auch – zahlreiche Bauten der Vergangenheit (Obertor, Kirchtor, Gupfentor) abgetragen, um der Stadt Expansionsmöglichkeiten zu schaffen. Dennoch konnte Bräunlingen bis in unsere heutige Zeit große Teile seines historischen Erbes bewahren.


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