Bonndorf Gündelwangen

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Gündelwangen bei Bonndorf

Hoch über der Wutachschlucht liegt auf einer Hochebene das Dorf Gündelwangen. Von hier aus starten Wanderer zum Räuberschlössle, zur Stallegger Brücke oder durch die Lotenbachklamm in die Wutachschlucht.

Gündelwangen ist insbesondere für Naturliebhaber ein idealer Urlaubsort. Das kleine Dorf verfügt mit dem Gasthaus Lamm über ein bemerkenswertes, gutbürgerliches Restaurant. Hier werden sogar kulturelle Veranstaltungen angeboten.

Das Pfarrdorf Gündelwangen war ehemals eine Filiale von Bettmaringen, zählt mit Espersäge und Ziegelhütte 36 Häuser und 227 Bürger. Gündelwangen ist als ein ziemlich alter Ort bekannt; „da die Kirche dasselbe schon im XII. Jahrhundert in den päpstlichen Bestätigungsbriefen vorkommt. Auch müssen Adeliche oder Freye von Gündelwangen gewesen sein, dergleichen am Ende des 12. Jahrhunderts vorkommen, z.B. Heinrich von Gündelwangen, Mönch zu Sankt Blasien.“

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Der Ursprung des Dorfes Gundelwangen liegt im Dunkeln. Wer aber aufmerksam einen Abschnitt von 2,5 km Länge der Bundesstraße 315 betrachtet, kann auch heute noch unschwer drei ehemalige Siedlungsabschnitte feststellen. Am 1. Januar 1975 wurde Gündelwangen Ortsteil der Stadt Bonndorf.

Der älteste Kern des Dorfes liegt im Oberdorf, wo die Pfarrkirche „Zur Mariä Himmelfahrt“ mit dem alten Pfarrhaus und dem wuchtigen Vogtshof eine beherrschende Einheit bildet. Hier dürfte vor Zeiten der „Oberhof“ gestanden haben, eine der beiden „Edelhöfe“ aus denen das Dorf Gündelwangen ursprünglich bestanden haben soll.

Bemerkenswert ist auch das Wappen des Dorfes. In Rot zwei schräg gekreuzte goldene Schlüssel mit den Bärten oben und nach auswärts gekehrt zwischen zwei silbernen Rosen. Gündelwangen wird schon 1157 in einer päpstlichen Bulle erwähnt (Krieger). Ein Heinrich von Gündelwangen wird 1411 genannt. Dessen Siegbild (Kinder von Knobloch) ist nach einem Vorschlag des Generallandesarchivs 1903 des Gemeindewappen geworden.

Wanderern ist Gündelwangen in erster Linie als Ein- und Ausstieg in die Wutachschlucht ein Begriff. Schön ist der Einstieg beim Lotenbach, ein Seitenarm der Wutachschlucht. Gehzeit etwa 1 Stunde, 1,5 km.

Einstieg in die wildromantische Lotenbachklamm mit ihren zahlreichen kleinen Wasserfällen direkt gegenüber des Wanderparkplatzes an der B315 zwischen Gündelwangen und Bonndorf. Der Lotenbach fließt zunächst noch gemächlich zwischen Granitfelsen dahin, um nach einigen hundert Metern in die wilde Schlucht mit ihren Wasserfällen, Tosbecken und Felsen einzutreten. Auf steilem Pfad gelangt man zum Wanderparkplatz Schattenmühle. Alternativ kann man auch den Wanderparkplatz Schattenmühle nutzen und von dort aus die kleine Schlucht erkunden.


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