Bad Dürrheim Sehenswürdigkeiten

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Sehenswürdigkeiten in Bad Dürrheim. 

Bad Dürrheim trägt das seltene Dreifach-Prädikat „Soleheilbad“, „Heilklimatischer Kurort“ und „Kneipp-Kurort“ und darf sich seit September 2014 auch „nachhaltiges Reiseziel“ nennen. Das subalpine, sonnenreiche Klima resultiert aus der günstigen Lage in 700 bis 940 m.ü.M. im Regenschatten des Hochschwarzwaldes. Optimale Voraussetzungen – nicht nur für Fitness und Gesundheit…

Der Name Dürrheim weist auf die sehr geringen Niederschläge hin. Die erste urkundliche Erwähnung von „Durroheim“ datiert auf 889 n.Chr., doch es vergehen noch einmal fast tausend Jahre, bis das unscheinbare Dorf auf der Baar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb aus dem Schatten tritt. Zunächst gelangt es als Geschenk des Grafen von Fürstenberg über Jahrhunderte in den Besitz der Johanniter-Kommende Villingen. Das Malteserkreuz im heutigen Stadtwappen erinnert daran.

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Erst Anfang 1800 kommt der Villinger Amateurgeologie Konrad Heby, der am Gips-Abbau interessiert ist, der Sache näher: Unter den Gips- und Kalklagen des Baar-Bodens vermutet er Salzvorkommen – ein wichtiges Wirtschaftsgut jener Zeit. Johann Baptist Willmann, Amtmann der Villinger Kommende, engagiert sich für diesen Gedanken, kann den renommierten Naturwissenschaftler und Politiker Karl-Christian von Langsdorf zu Probebohrungen bewegen. Am Abend des 25. Februar 1822 wird man fündig: ein mächtiger Salzstock von exzellenter Qualität in 375 Fuß Tiefe.

Großherzogin und Bert Brecht. Schon früher schätzten große Persönlichkeiten wie Großherzogin Luise von Baden und Bert Brecht die Erholung in Bad Dürrheim am Rande des Schwarzwaldes. Heute treffen sich die besten Spitzensportler Europas im Kurort, um unterstützt von den natürlichen Schätzen Bad Dürrheims für ihre Erfolge zu trainieren. Eingebettet in die reizvolle Natur einer Hochebene geben Heilklima und reinste Sole aus uralten Satzstöcken nicht nur den Topathleten Kraft, sondern garantieren jedem Gast eine optimale Erholung. Ausgedehnte ebene Spazierwege, attraktive Radwege und ein vielfältiges Sportangebot, angefangen von der Golfübungsanlage, über Tennis bis hin zum Bogenschießen, lassen keine Wünsche offen.

Von da an geht´s bergauf im Dorf. Die Saline entsteht, Hoheit gestatten gnädigst die Bezeichnung „Ludwigs-Saline“. Dürrheim darf sich zudem „Ludwigshall“ nennen. Worauf die Dürrheimer aber verzichten, was Ludwig wiederum veranlasst, Dürrheim nicht zu besuchen.

Das Salz bringt Aufschwung für die ganze Region. Für die Salztransporte mit schweren Pferdefuhrwerken müssen unbefestigte Wege zu soliden Straßen ausgebaut werden. Unter dem Einfluss des Großherzogs Friedrich von baden beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts ein rasch wachsender Kurbetrieb mit Kurmittelhaus, „Conversationshaus“, Sanatorien und ähnlichen Einrichtungen.

Ab 1901 fährt die Eisenbach nach Bad Dürrheim, für Kurgäste wie Salztransporte, und ab 1906 werden Gebäude und Straßen des beliebten Solebads mit Strom aus dem E-Werk der Saline erleutet: In der Stadt Bad Dürrheim ist man stets auf der Höhe der Zeit.

Die Kochsalzproduktion wird nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. Bad Dürrheim konzentriert sicherfolgreich auf seine gewichtige Rolle als Sole-Heilbad und heilklimatischer Kurort. Zudem hat der Sport die Vorzüge von Bad Dürrheim entdeckt. Namhafte Teams und Einzelsportler nutzen Bad Dürrheim mit seinen hochmodernen Kur- und Sport-Anlagen und den natürlichen Gegebenheiten der Schwarzwald-Baar-Landschaft als ideales Trainingscamp.

Heute ist Bad Dürrheim eine überschaubare Stadt, die jährlich weit mehr gesundheitsbewusste Gäste als Einwohner zählt, ohne ihren wohltuenden, ruhigen Charakter zu verlieren.

Seit 1971/72 gehören auch die Orte Biesingen, Hochemmingen, Öfingen, Sunthausen, Ober- und Unterbaldingen zu Bad Dürrheim. Mit 850 m/NN höchstgelegener Ort ist Öfingen, wo inmitten des Feriendorfes auch Kachelmanns „Wetterstudio Süd“ arbeitet.

Dreifaches Prädikat. Bad Dürrheim ist einzigartig unter den Heilbädern in Baden-Württemberg, es trägt gleich drei Prädikate: „Heilklimatischer Kurort“, „Sole-Heilbad“ und „Kneipp-Kurort“. Das Prädikat (Heilklimatischer Kurort) ist an messbaren Klima- und Umweltbedingungen gebunden, die die die Heilkraft eines Klimas begründen. Die Heilfaktoren des Bad Dürrheimer Höhenklimas (700 bis 940 m) sind: überdurchschnittlich viele Sonnenstunden, niedrige Luftfeuchtigkeit, weniger Niederschläge, im Hochsommer angenehme Abkühlung, ausgeprägte Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer.

Mit dem Bau des Solemar unter Bürgermeister und Kurdirektor Gerhard Hagmann erfuhr die Verwendung der Sole ihren balneologischen Höhepunkt. Das Solemar verfügt neben elf verschiedenen Becken mit unterschiedlichen Solekonzentrationen und Wassertemperaturen auch über eine vielfach preisgekrönte Architektur und gilt in Fachkreisen als Musterbeispiel für modernen Bäderbau.


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