Schwarzwald schreibt erneut Rekordzahlen

Schweiz und Frankreich größte Quellmärkte

Die Touristiker im Schwarzwald können sich erneut auf Rekordzahlen bei Ankünften und Übernachtungen freuen. Von Januar bis November 2017 wurden fast 146.000 mehr Gäste in der Ferienregion gezählt als im Jahr zuvor. Die Zahl der Übernachtungen übertraf ebenfalls die Vorjahreszahlen, jedoch nur um rund 66.500 Übernachtungen.

Der Trend zu immer kürzeren Reisen hält damit unvermindert an. Schwarzwaldweit stiegen die Gästezahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten elf Monaten 2017 um 2 Prozent, die der Übernachtungen um 0,4 Prozent. Den stärksten Zuwachs konnten die Tourismusorte im nördlichen Schwarzwald für sich verbuchen.

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Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor, die Landrat Frank Scherer vorstellte. Darin sind gewerbliche Betriebe mit mindestens zehn Betten erfasst. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) verwies darauf, dass der Schwarzwald „auf dem wichtigen Inlandsmarkt mit 2,3 Prozent Zuwachs bei den Gästezahlen deutlich zulegen“ konnte. Aber auch die Gästeankünfte aus dem Ausland sind 2017 gestiegen: um 1,2 Prozent. „Der Anteil ausländischer Gäste am Urlauberaufkommen in Deutschlands größter Ferienregion liegt damit bei 28,5 Prozent.“

Mit 744.219 Gästen (+0,3%) und 1,493 Mio. Übernachtungen (+0,5%) hat die Schweiz ihre Position als wichtigster ausländischer Quellmarkt ausgebaut. Die zweitgrößte Ausländergruppe stellt inzwischen Frankreich mit 283.370 Gästen (+2,1%) und hat damit die Niederlande (271.041 Ankünfte) überholt. Bei den Übernachtungszahlen behauptet aber die Niederlande trotz eines deutlichen Rückganges um 3,3 Prozent den 2. Platz mit 641.469 Übernachtungen vor Frankreich mit 535.173 Übernachtungen (+0,5%).

Aus den asiatischen Herkunftsländern fällt nur Indien positiv ins Gewicht. Aus China, Japan, den Arabischen Golfstaaten und Israel sind insgesamt deutliche Rückgänge zu konstatieren: Die Gästezahlen aus Asien sanken auf 179.951 (-3,4%), die Zahl der Übernachtungen auf 489.245 (-6,2%).

Besonders gefragt: Hotels, Camping, Ferienhäuser und Ferienwohnungen

Besonders gefragt waren Hotels, Hotel garnis, Campingplätze, Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verloren haben dagegen Gasthöfe, Pensionen, Erholungs- und Ferienheime, Schulungsheime, Jugendherbergen und Hütten.

Obwohl die statistischen Dezemberdaten noch nicht vorliegen, geht die Schwarzwald-Touristinfo „für 2017 von einem neuen Allzeitrekord in der Ferienregion“ aus. Scherer: „Selbst wenn wir für den Dezember ein Nullwachstum zugrunde legen würden, würden wir die Rekordzahlen von 2016 deutlich toppen.“ Die STG rechnet für 2017 mit mindestens 8,2 Mio. Gästen und mehr als 22 Mio. Übernachtungen.

Der Tourismus sichert nach Angaben von Landrat Scherer in der Region mehr als 500.000 Arbeitsplätze, bringt Gemeinden Jahr für Jahr mehr als 135 Mio. Euro Steuereinnahmen und sorgt für einen Waren- und Dienstleistungseinsatz von mehr als 3,5 Milliarden Euro.


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