Bonndorfer Löwe brüllt wieder

Folktreff veranstaltet den zweiten Kleinkunstpreis

Auf Hochtouren laufen beim Folktreff die Vorbereitungen für den zweiten Bonndorfer Löwen, der am 20. Januar 2018 in der Bonndorfer Stadthalle ausgerichtet wird. Der Folktreff hat den Kleinkunstpreis 2016 erstmals ausgelobt und sich vorgenommen, ihn alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Nachdem bei der Erstausgabe vor zwei Jahren für die Kategorie Kabarett fünf Künstler starteten, sind es in diesem Jahr sechs Singer/ Songwriter beziehungsweise Liedermacher. Sie bekommen jeweils 30 Minuten Zeit.

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Auftreten werden Roger Stein, Stefan Johansson, Jürgen Ferber, Andy Houscheid, Johna und Fee Badenius an. Die Wahl, wer den Bonndorfer Löwen bekommt, haben die Zuschauer. „Jeder Künstler, der zu uns kommt, lobt unser Publikum als aufmerksam, freundlich und kompetent. Besser kann eine Fachjury nicht sein“, so die Begründung des Vorstandes.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der örtlichen Sparkasse und der Stadt Bonndorf durch Preisgeld in einer Gesamthöhe von 2500 Euro. Die Stadt ist auch bei der Organisation mit im Boot. Beispielsweise übernimmt die Auswertung der Stimmen Hauptamtsleiter Harald Heini mit Chefsekretärin Alexandra Ruf. Bürgermeister Michael Scharf sorgt unter anderem dafür, dass die Künstler sich an die Auftrittszeit halten.

Die Künstler

Johna (Nadine Krämer). Es gibt Musik, die ist wie „Soul Food“ für unsere Ohren. Genauso ist es bei den gefühlvollen Songs von JOHNA. Wie eine musikalische Umarmung sind sie emotional aber nicht kitschig, ausdrucksstark aber nicht aufdringlich – reduziert ohne dass etwas fehlt. JOHNA – alias Singer und Songwriterin Nadine Krämer begeistert mit kreativer Sensibilität. In der Tradition der amerikanischen Singer/ Songwriter präsentiert sie auf ihrem Debütalbum „The Long Way Home“ ihre selbstgeschriebene, handgemachte Musik, der man eben genau das auch anhören soll – dass sie von Menschen gemacht ist. Mit dem US-Produzent Peter Malick, der unter anderem mit Norah Jones zusammengearbeitet hat, wurde der richtige Partner gefunden und das Album in Los Angeles aufgenommen.– Zeitlos schöne Musik, die Tiefgang und Leichtigkeit vereint und dabei auf mitreißende Art ursprünglich und ehrlich ist!

Fee Badenius siedelt sich selbst zuweilen im Bereich Kabarett an. Es liegt an ihren Texten, dass sie in dieser Kategorie auch Preise abgeräumt hat: Meißner Drossel, die Sulzbacher Salzmühle, Obernburger Mühlstein… Was sie aber tut, ist Lieder machen. Fee Badenius ist insofern eine Rarität in der Kabarett-und Kleinkunstlandschaft, als dass sie auf die üblichen bewährten Mittel des beißenden Spotts, der verächtlichen Ironie und der lärmenden Aggression verzichtet. Sie ist im Gegenteil von einer so ganz und gar unangestrengten, liebenswerten Natürlichkeit, dass man sich in dem, was sie vorträgt, bereitwillig gespiegelt findet. Ihre Tonfolgen, so individuell wie die Texte, ahnt man nicht schon, bevor sie erklingen. Wunderschön begleitet werden ihre Lieder von Johannes Still an Piano und Akkordeon, Jochen Reichert am Kontrabass und Christoph Helm an Schlagzeug und Percussion.

Andy Houscheid beginnt mit 13 Jahren in Ensembles zu singen und Klavier zu spielen. Seine Studien an den Konservatorien Luxemburg, Brüssel, Leipzig schließt er im Sommer 2009 mit einem “Master in Jazzpiano” mit Auszeichnung ab. Das Songwriting folgte darauf wie eine natürliche Linie. Heute lebt und arbeitet Andy Houscheid in der Belgischen Eifel und unterrichtet Jazzpiano an der “Ecole de musique de Dudelange”, Luxemburg. Als Pop- und Jazzmusiker ist er in Deutschland, Belgien und Luxemburg längst eine feste Größe. Mit seinem zweiten Album „Scheinen“ verbindet Andy Houscheid engagierte Popmusik mit der klangreichen Qualität eines virtuosen Jazzers. Seine Songs sind emotional, spannend und tiefsinnig und schaffen eine phantastische, atmosphärische Stimmung. Der Titel „Scheinen“ passt insofern perfekt zu Houscheids Musik, denn Scheinen steht für Strahlen und für Brillanz.

Jürgen Ferber. Der Schwetzinger Liedermacher und Gewinner des Publikumspreises beim Deutschen Song Contest „Der Troubadour“ betreibt mit seinem Soloprogramm „Schönferberei“. Nichts ist sicher vor seinem scharfsinnigen Blick: Männer im Allgemeinen, Frauen im Speziellen, gesellschaftliche Merkwürdigkeiten und politischer Wahnsinn besingt er in sprachlich ausgefeilten Texten oder fasst seine Beobachtungen in pointierte Gedichte. Intelligente Albernheiten verbindet er gelungen mit ehrlichem Gefühl. Ferbers wandlungsfähige Stimme trägt dabei wesentlich zur Wirkung seiner Lieder bei. Unterhaltsam und in ständigem Dialog mit dem Publikum moderiert er durch das Programm. Manchmal ist das Leben nicht schön, aber „geferbt“ ist es definitiv leichter zu ertragen, meint er, frei nach dem Motto: „Wenn die Dummheit vererbt ist, fühlt die Seele sich frei. Wenn das Leben verfärbt ist, hilft nur SchönFERBERei.“

Stefan Johansson wurde 1978 in Nordschweden geboren. 1991 gründete er eine Rockband Namens „Vem Vet“ (Wer weiß). Zeitgleich machte er eine Lehre zum Tanzlehrer und wird Nordschwedischen Meister in „Lindy Hop“. Als Straßenmusiker reiste er durch Schweden, Deutschland, Thailand, Japan sowie Neuseeland, sammelte skurrile und nachdenkliche Geschichten, die er in seinen Texten aufgreift. In dieser Zeit arbeitete er auch als Pfleger und betreute behinderte und psychisch kranke Menschen. 2001 wurde Dresden sein Lebensmittelpunkt. Als Unterhaltungsmusiker bespielte er Festivals, Stadtfeste und Pubs. Johansson gründete er mit Stefan Other das Rock-Duo „Soul-Seekers“ und ist als Sänger und Gitarrist der dritte Teil des Folk-Trios „Strömkarlen“. Mit seinem Debüt-Album „Finding Home“ begibt er sich erstmals auf Solopfade als „Stefan Johansson“. Heute lebt er wieder in Schweden.

Roger Stein. „Literarischen HipHop“ nannte ein Kritiker sein tun. Das trifft es, meinte Roger Stein. Er Komponiert und schreibt Lieder, veröffentlicht seine Texte aber auch in Literaturzeitschriften. In Zürich geboren, wuchs nach dem Tod des Vaters als Einzelkind mit seiner Mutter auf. Seine klassische Klavierausbildung begann mit dem 8. Lebensjahr. Roger Stein studierte an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst klassischen Gesang, absolvierte parallel ein Studium der Theater- und Musikwissenschaft und das der Germanistik an der Uni Wien. 2004 Promotion über “Das deutsche Dirnenlied”. Mit Sandra Kreisler formt Roger Stein die „Wortfront“. Ein rundes Dutzend Preise hat er abgeräumt, darunter die Meissner Drossel für das beste deutsche Lied, Das goldene Paderborner Einohr von Publikum und Jury, der Stuttgarter Troubadur oder auch der Songpoetenpreis der Hanns-Seidel-Stiftung.


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